Digitales Recruiting -Die Digitalisierung der Personalbeschaffung




In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem digitalen Recruiting.


Wir schauen uns an,

  • wie du spannende, digitale Stellenanzeigen schaltest

  • wie du dadurch Fluktuation, Bewerberzahlen und -Qualität verbessern kannst

  • welche weiteren digitalen Kanäle es für die Personalbeschaffung gibt

Steigen wir gleich ein!



Inhaltsverzeichnis


Vorteile von digitalen Recruiting

Stellenanzeigen gestalten

Recruiting über Social Media

Online Bewerbungsgespräche

Fazit: Es gibt viele digitale Möglichkeiten für das Recruiting!



Vorteile von digitalen Recruiting


Egal ob Online Stellenanzeige, Social Media oder das Job-Tinder: Digitale Bewerbungsprozesse bieten einen riesigen Vorteil: sehr viel Platz für Informationen!


Es gibt enorm viele Methoden, sich online als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Je genauer du dich vorstellst, desto eher ziehst du auch das zu dir passende Personal an.


Viele Unternehmen versuchen eher, mit ein paar leeren Phrasen Jobsuchende neugierig zu machen und hoffen, dass sich unter vielen Bewerbern dann ein paar passende befinden. Wobei gerade bei der Suche nach den passenden Kandidaten Qualität über Quantität geht.


Fluktuation vermeiden durch passende Bewerber


Auf eine 0815 Stellenanzeige folgen einige Bewerbungen von Personen, die kein echtes Interesse an genau dieser Stelle oder Firma haben, sie suchen einfach nur irgendeinen Job. Im zweiten Schritt, dem Bewerbungsgespräch, zeigen sich Bewerber und Personaler auch nur von ihrer besten Seite.


So kommt es häufiger dazu, dass neue Angestellte ihren Job beginnen, ohne dass ein einziges wirklich ehrliches und authentisches Gespräch stattgefunden hat.


Die Folge: eine kurze Verweildauer im Unternehmen und eine hohe Fluktuation.

Dieser Prozess ist nicht nur nervig, sondern auch arbeits- und kostenintensiv und kann sich auch negativ auf den Unternehmensruf auswirken. Insbesondere letzteres ist definitiv zu vermeiden, ansonsten könnte die Bewerberqualität weiterhin sinken - und dieser Kreislauf sollte dringend vermieden werden!


Kommen wir nun dazu, wie du deine Stellenanzeigen gestaltest, damit du das perfekte Match findest!



Stellenanzeigen gestalten


Stellenanzeigen sind schon lange digital. Auf Plattformen wie Stepstone und Co. finden Jobsuchende und Unternehmen zusammen.


Doch strahlt der Großteil dieser Online Anzeigen nicht wirklich aus, was einen Bewerber erwartet. Die meisten Anzeigen sind sich sehr ähnlich und voller nichtssagender Versprechungen.


Als Arbeitgeber profitierst du deutlich stärker von aussagekräftigen Gesuchen, da sich so mehr Bewerber bei dir melden, die echtes Interesse an der Stelle und deinem Unternehmen haben.


Daher lass’ uns nun schauen, wie du interessanter auf deine Bewerber wirken kannst.


Alleinstellungsmerkmale


Echte Alleinstellungsmerkmale in einer Stellenanzeige zu finden, ist gar nicht so leicht. Die meisten Anzeigen wirken eher wie aus Textbausteinen zusammengewürfelt und ziemlich austauschbar. Solche 0815 Anzeigen wirken nicht sehr attraktiv auf außergewöhnlich gute Bewerber.


Versetze dich in die Lange eines Bewerbers, der das Unternehmen nicht kennt und lese deine Gesuche. Können Bewerber sich überhaupt ein Bild davon machen, was dein Unternehmen und die Stelle ausmacht? Welche echten Benefits gibt es bei dir?


Beispiele für beliebte Alleinstellungsmerkmale sind:


  • Home Office Möglichkeiten

  • Remote Work bzw. ortsunabhängiges Arbeiten

  • Flexible Arbeitszeiten bzw. Vertrauensarbeitszeit

  • > 30 Urlaubstage

  • Explizit genannte Weiterbildungen


Was sind echte Besonderheiten in deinem Unternehmen? Warum sollte jemand sich seinen Lebensunterhalt bei dir verdienen? Hat dein Unternehmen überhaupt Einzigartigkeiten? Falls nicht, solltest du unbedingt daran arbeiten.


Andernfalls erhältst und behältst du überwiegend Mitarbeiter, die nur für Geld arbeiten gehen. Und warum das nicht der beste Deal für dich als Arbeitgeber ist, erfährst du in diesem Artikel: Grundlagen der Motivation und was sie für das Arbeitsleben bedeuten.




Vorteile durch SEO


Durch Stellenanzeigen, die aus der Masse hervorstechen, kannst du auch deine organisches Ranking bei Google verbessern.


Wenn Bewerber nach eben Jobs mit Keywords wie “remote” oder “Vertrauensarbeitszeit” suchen, erfüllst du diese Suchintention besser als Unternehmen, die alle das Gleiche in ihre Annoncen schreiben.


Weiterführende Links


Der kurze Text inklusive ein paar Aufzählungen reicht kaum aus, um ein echtes Bild der angebotenen Stelle zu vermitteln.

Daher kann es sich enorm positiv auf deine Bewerberzahlen und -Qualität auswirken, wenn du die Vakanz und dein Unternehmen noch detaillierter vorstellst. Mit Beispielen, Bildern und Videos kannst du genauestens präsentieren, was du suchst und was du bietest. Ein kleines Quiz kann auch viel Interesse erhalten.


Viele Unternehmen werben bspw. mit Home Office Möglichkeiten - doch wie sehen die im Detail aus?

Es ist für alle Beteiligten enorm hilfreich, nicht nur allgemeine und nichtssagende Phrasen zu verwenden, sondern wirklich zu erläutern, wie sie im Alltag gelebt werden.


Wie viel Zeit genau darf ich als Mitarbeiter im Home Office arbeiten? Wie flexibel sind die Arbeitszeiten im Detail? Was für Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich?


Fragen ermöglichen


Ein ganz simpler Schritt, um im Vorfeld zu klären, ob ein Arbeitgeber und ein Arbeitnehmer zusammen passen, ist das Klären von wichtigen Fragen.

Viele Anzeigen enden mit: “bei Fragen melden Sie sich gerne unter…”


Doch wie ernst ist dieses Angebot gemeint? Wie reagiert der Personaler, wenn ich als Bewerber nach den Möglichkeiten zum Home Office oder nach den flexiblen Arbeitszeiten im Detail frage? In den meisten Fällen wohl nicht sehr begeistert. Solche Fragen werden schnell als falsche Prioritäten abgestempelt.


Doch die Prioritäten für Arbeitnehmer haben sich nun mal stark geändert und die Arbeitsbedingungen sind für einige Angestellte sogar wichtiger als die Arbeit an sich oder das Gehalt.


Als Arbeitgeber tust du dir selbst ein riesen Gefallen, deinen Bewerbern den Raum zu geben, ihre wichtigsten Fragen vorab zu klären, dadurch können beide Parteien deutlich schneller schauen, ob es für sie passt.


Die Zeiten, in denen Unternehmen schwammige Stellenanzeigen schalten und dabei hoffen, dass möglichst viele Bewerber sich melden und einer davon dann passen wird, sind vorbei!

Noch mehr Einblicke, was Bewerbern von heute wichtig ist, erfährst du in diesem Artikel: Employer Branding 2022 - Was Mitarbeitern und Bewerbern in diesem Jahr wichtig ist.





Recruiting über Social Media


Soziale Medien sind ein super Instrument für deine Recruiting Strategie. Sie bieten Einblicke für Bewerber und können auch dir Eindrücke über deine Bewerber geben.


Wie du welche Plattform richtig nutzt, zeige ich dir jetzt.


LinkedIn & Xing


LinkedIn und Xing sind Social Media Netzwerke extra für berufliche Zwecke. Es lohnt sich sehr, hier präsent zu sein, Stellen zu veröffentlichen und auch selbst aktiv nach geeigneten Kandidaten zu suchen.


Praktische Features wie Filterfunktionen und Werbemöglichkeiten erleichtern die Suche nach passendem Personal.

Problematisch sind die ganzen Headhunter, die mit zig Copy & Paste Texten jeden User anschreiben, sodass viele Nutzer Nachrichten von unbekannten Personen gar nicht mehr lesen.


Wenn du also über diese Plattformen rekrutieren möchtest, dann sorge dafür, dass du deutlich aus der Masse hervorsticht und auch nur wirklich attraktive Kandidaten anschreibst.


Auch hier gilt wieder: lieber Klasse statt Masse!

Facebook & Instagram


Auf Facebook und Instagram kannst du super Eindrücke zu deinem Unternehmen und dem Arbeitsalltag bei dir geben. Das kann nicht nur für Bewerber interessant sein: auch Kunden kommen dir so etwas näher und können Sympathie gewinnen.


Weitere Möglichkeiten für Content sind deine Unternehmensgeschichte und die Vorstellung von Mitarbeitern.


Außerdem kannst über diese Kanäle ungezwungen Fragen beantworten und auch Gesuche veröffentlichen.


Mit Fotos, Videos, Fragerunden, Interviews, Abstimmungen und mehr hast du jede Menge Content und gewährst gleichzeitig persönliche Einblicke. Dazu wirkst du auch sehr modern

und anpassungsfähig. Diese Chance solltest du dir nicht entgehen lassen!



Das Job Tinder: Truffls & Jobbringer


Richtig cool wird’s mit Job Apps, die wie bekannte Dating Apps funktionieren: Jobsuchende melden sich an und laden ihren Lebenslauf und weitere Dokumente hoch. Gleichzeitig erstellen Arbeitgeber Profile für ihre Stellenanzeigen.


Nun können beide Parteien wie bei Tinder durch die Auswahl an Jobs bzw. Kandidaten swipen und sich - bei beidseitigem Interesse - matchen.


Eine solche Bewerbung vereinfacht den Bewerbungsprozess für beide Seiten und bringt frischen Wind ins Arbeitsleben. So lässt sich das Eis ganz schnell brechen.



Online Bewerbungsgespräche


Nun haben wir unseren perfekten Bewerber digital gefunden, als nächstes folgt dann das digitale Bewerbungsgespräch.


Nicht nur Meetings werden seit zwei Jahren per Zoom Call oder ähnlichen Apps abgewickelt, auch Bewerbungsgespräche finden vermehrt digital statt. Daher möchte ich dir zwei clevere Tools vorstellen, die für berufliche Video Calls sehr hilfreich sein können.


ManyCam für Hintergründe


ManyCam ermöglicht das Verwenden von Hintergründen für Online Gespräche. Wenn dein Human Resources Team also im Home Office sitzt, kannst du mit dieser Software trotzdem einen professionellen Eindruck bei deinen Bewerbern hinterlassen.


Geräuschunterdrückung Krisp



Mit Krisp kannst du bei Video Calls Stör- und Nebengeräusche unterdrücken, sodass z.B. Bewerbungsgespräche nicht gestört werden. Insbesondere im Home Office, aber auch im Büro kann es zu unkontrollierbaren Sounds wie Klingeln, Nachbarn, Hundegebell, Sirenen oder mehr kommen.

Benutzt dein HR Team Krisp, kannst du deutlich professioneller auftreten.



Fazit: Es gibt viele digitale Möglichkeiten für das Recruiting!

  • Jobsuchende schauen zuerst bei Plattformen für digitale Stellenanzeigen wie z.B. Stepstone.

  • Stellenanzeigen sollten so geschrieben sein, dass sie die richtigen Bewerber anlocken.

  • Beim Fokus auf Quantität statt Qualität riskierst du eine hohe Fluktuation und einen schlechten Ruf als Arbeitgeber.

  • Alleinstellungsmerkmale in Stellenanzeigen sind wichtig, um sich von der Masse abzuheben und um echtes Interesse zu wecken.

  • Durch SEO wird mit besonderen Keywords wird auch dein Ranking bei Google besser.

  • Eine Stellenanzeige reicht kaum aus, um eine Stelle oder ein Unternehmen wirklich zu präsentieren

  • Daher nutze weiterführende Links mit mehr Informationen, Bildern, Videos etc.

  • Facebook und Instagram sind super, um Eindrücke der Firma zu posten und für die erste Kommunikation.

  • Es ist sehr vorteilhaft, wichtige Fragen von Bewerbern im Vorfeld zu klären, daher sollten sie diese auch stellen können.

  • Deine Präsenz und Kommunikation bei Xing und LinkedIn sollte individuell gestaltet werden.

  • Mit Apps wie Truffls oder Jobbringer hauchst du Bewerbungsprozessen frischen Wind ein.

  • Für digitale Bewerbungsgespräche bieten sich Tools wie ManyCam oder Krisp für professionelle Hintergründe oder zur Geräuschunterdrückung an.

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