10 Employer Branding Maßnahmen für eine starke Arbeitgebermarke




In diesem Artikel zeige ich euch 10 konkrete Maßnahmen für euer Employer Branding, mit deren Umsetzung ihr direkt beginnen könnt.


Grandioses Employer Branding ist essentiell für jeden Unternehmenserfolg. Die Stärke eurer Arbeitgebermarke beeinflusst die Qualität und Quantität von Bewerbern, die Fluktuation, die Krankenstände, die Produktivität, die Mitarbeitermotivation und mehr.


Daher lasst uns keine Zeit verlieren und direkt einsteigen!



Inhaltsverzeichnis


Nr. 1: Verantwortliche benennen

Nr. 2: Unique Selling Point bzw. Unique Employment Proposition herausarbeiten

Nr. 3: Überarbeitung der Landingpage und Stellenanzeigen

Nr. 4: Überarbeitung der Benefits

Nr. 5: Erstellen bzw. Überprüfung von Social Media Accounts

Nr. 6: Optimierung des Recruiting Prozesses

Nr. 7: Diversity Management

Nr. 8: Onboarding optimieren

Nr. 9: Offboarding optimieren

Nr. 10: Erstelle eine ganzheitliche Strategie

Fazit: 10 Maßnahmen für dein Employer Branding



Nr. 1: Verantwortliche benennen


Wenn ihr eurer Employer Branding verbessern wollt, sollte euer erster Schritt das Ernennen eines oder mehrerer Verantwortlicher sein. Das Schaffen einer attraktiven Arbeitgebermarke ist kein Nebenjob und auch kein abschließbares Projekt.


Betrachtet Employer Branding als fortlaufenden Prozess, der kompetente, fest zuständige Mitarbeiter benötigt, wenn auch in Teilzeit.


Vielleicht ist dies nicht die Art von konkreten Beispielen, die du gesucht hast, doch die besten Maßnahmen bringen gar nichts, wenn sie nicht ganzheitlich eingesetzt werden.


Nr. 2: Unique Selling Point herausarbeiten


Korrekter wäre der Begriff Unique Employment Proposition, doch unter USP kann sich jeder sofort etwas vorstellen.


Wenn wir anfangen, uns mit unserer Arbeitgebermarke zu befassen, sollten wir uns gleich zu Beginn die Frage stellen, was unser Alleinstellungsmerkmal ist.


Dabei helfen wiederum die folgendem Fragen:

  • Warum sollten Mitarbeiter bei uns arbeiten?

  • Was hebt uns von anderen Arbeitgebern ab?

  • Für wen sind wir gerade attraktiv?

  • Wen brauchen wir?

  • Wen hätten wir gerne als Mitarbeiter?

  • Was sind Gründe, nicht bei uns arbeiten zu wollen?

Um euch als Arbeitgeber vermarkten zu können, ist es wichtig zu wissen, was euch als Arbeitgeber einzigartig macht.



Nr. 3: Überarbeitung der Landingpage und Stellenanzeigen


Dies ist häufig der erste praktische Schritt, wenn wir als Arbeitgeber für externe Kandidaten attraktiver sein wollen: die Überarbeitung der Website und Stellenausschreibungen.


Je klarer ihr eurer Employee Value Proposition - euer Wertversprechen als Arbeitgeber - kommuniziert, desto eher zieht ihr Kandidaten an, die wirklich zu euch und eurer Unternehmenskultur passen.


Guckt euch hierfür eure Stellenanzeigen an und stellt euch vor, ihr kennt die Firma nicht. Sind eure Werte, Arbeitsweise und euer Unique Selling Point herauszulesen?


Flexible Arbeitszeiten, Home Office Optionen, flache Hierarchien, eine sinnvolle Tätigkeit etc. sind mittlerweile Standards oder unspezifische Buzzwords geworden und definitiv keine anziehende Beschreibung.


Verdeutlicht eure Alleinstellungsmerkmale mit einer offenen Karriereseite, die Interessierte willkommen heißt. Hierfür könnt ihr z.B:

  • euren Bewerbungsprozess vorstellen (Best Practise: nexum.)

  • ein Q&A einfügen (Best Practice: q.Beyond)

  • Videos einbinden(Best Practie: Personio)

Ein unglaublich tolles Beispiel für eine gelungene Karriereseite ist die Dschungelexpedition der DocCheck AG!


Dazu ist es heutzutage fast ein Muss, die Karriereseite und Stellenanzeigen SEO zu optimieren und auch gestalterisches Know-how sollte miteinfließen.



Nr. 4: Überarbeitung der Benefits


Eure Stellenanzeigen sind topaktuell und aussagekräftig, doch die Menge oder Qualität der Bewerbungen lässt immer noch zu wünschen übrig? Dann ist es an der Zeit, einen Blick auf eure Benefits zu werfen.


Aktuelle Umfragen ergeben die folgenden, derzeit gefragten Benefits, wenn auch das Ranking variiert:

  • Flexible Arbeitszeiten

  • Home Office und mobiles Arbeiten

  • Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

  • Gesundheitsvorsorge

  • Erfolgsabhängiger Bonus und Gewinnbeteiligung

  • Firmenwagen

  • Jobticket

  • Kantine/Essenszuschuss

  • Sportprogramme/Fitnessangebote

  • Duldung von Bürohunden

Bedenkt bei der Wahl, dass die Generationen unterschiedliche Wünsche und Erwartungen an das Arbeitsleben und euch als Arbeitgeber mitbringen und somit auch von verschiedenen Benefits angezogen werden.



Nr. 5. Erstellen bzw. Überprüfung von Social Media Accounts


Ein aussagekräftiges, authentisches und regelmäßiges Auftreten in den sozialen Medien ist heutzutage ein Must-Do im Employer Branding.


Denn nicht nur für Interessierte und potentielle Kunden sind die Eindrücke auf Instagram, Facebook und eventuell TikTok spannend, auch neugierige Jobsuchende schauen immer mehr bei diesen Accounts vorbei.


LinkedIn als Arbeitgeber ist heutzutage Pflichtprogramm.

Wenn ihr also noch keine Social Media Accounts eingerichtet habt, wird es aller höchste Zeit dazu!


Bestehende Social Media Strategie überprüfen


Ihr seid bereits präsent auf mindestens einem Kanal, nun stellt sich die Frage, ob euer Content auch für potentielle Mitarbeiter ansprechend ist. Sind eure Mission, eure Werte und Arbeitsweisen zu erkennen?


Interne Einblicke sind nicht nur für Bewerber interessant, sondern auch für Kunden und Zögernde. Daher lassen sich die Inhalte auch super kombinieren.


Wenn ihr über die Ressourcen verfügt, könnt ihr natürlich auch einen Account explizit für das Employer Branding erstellen. Ein anschauliches Beispiel ist hier wieder Personio, deren Account inside.personio fast doppelte so viele Follower hat wie ihr Account personio_hr mit dem Fokus auf das Produkt.


Social Media ist unausweichlich


Unabhängig davon, wie viel bzw. wie wenig Zeit und Budget ihr für Social Media Aktivitäten aufwendet, entkommen könnt ihr ihnen sicher nicht. Denn es gibt Portale, auf denen Mitarbeiter und Bewerber ihre mit euch gemachten Erfahrungen untereinander teilen.


Kununu ist euch mit Sicherheit ein Begriff und auch Glassdoor wird immer bekannter. Hier tauschen sich Personen, die mit euch als aktuellen, ehemaligen oder potentiellen Arbeitgeber Kontakt hatten bzw. haben, aus und bewerten das Betriebsklima, Gehälter, Zusatzleistungen, Vorstellungsgespräche, interne Prozesse und vieles mehr.


Kununu und Glassdoor nicht zu managen ist fahrlässig!

Für eurer Employer Branding ist es unerlässlich, diese Kanäle regelmäßig zu überprüfen und aktiv mitzugestalten. Denn unzufriedene Menschen haben einen deutlich größeren Drang zum Bewerten als zufriedene. Dadurch kann sehr schnell ein negativer Ruf enstehen.



Nr. 6: Optimierung des Recruitingprozesses


Eine weitere Employer Branding Maßnahme ist die Optimierung eures Recruitingprozesses. Die Qualität eurer Candidate Journey hat einen enormen Einfluss auf eurer Image als Arbeitgeber.


Kommuniziert eure Vorstellungen hinsichtlich der Bewerbung sowie den Ablauf des Bewerbungsprozesses offen. Überlegt euch, ob ein Anschreiben wirklich notwendig ist. Je weniger Hürden für eine Bewerbung bei euch existieren, desto besser.


Des Weiteren sollten folgende Bestandteile eurer Candidate Journey persönlich, zeitnah und freundlich stattfinden:

Erstkontakt

  • Vorstellungsgespräch

  • ggf. zweites Gespräch

  • Zusage bzw. Absage

  • Erstellung Arbeitsvertrag

Nach einer Zusage kann es sinnvoll sein, euren neuen Mitarbeiter in der Zwischenzeit bis zum Start zu kontaktieren, um vorab etwas Bindung zu schaffen. Grußkarten zum Geburtstag oder Feiertagen sind hier ein super Anlass.


Außerdem gibt es einigen Arbeitnehmern Sicherheit, wenn sie vorab Informationen zum Onboarding erhalten.



Nr. 7: Diversity Management


Auch mit Diversity Management könnt ihr eure Anziehungskraft auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Bei Diversity denken viele sofort an den Aspekt der Herkunft, der Kultur, der Religion oder des Aussehens und glücklicherweise wird der Gleichberechtigung in diesem Bereich aktuell viel Aufmerksamkeit geschenkt.


Doch Diversität wird auch in weiteren Dimensionen benötigt, z.B. im Bezug auf das Alter oder der Bildung. Benötigt euer Wunschkandidat wirklich zwingend ein Studium? Bringt vielleicht auch Ü50 Bewerber wertvolle Erfahrungen und Skills in das sonst so junge Team im Start Up?


Durch eine Lockerung der Suchparameter besteht die Chance auf enorm großes Potenzial.

Vielleicht ist es auch für euch sinnvoll, Bewerber in Betracht zu ziehen, die eigentlich nicht euren Erwartungen besprechen. Das spricht sich rum und so verhindert ihr, dass sich bestimmte Personengruppen nicht angesprochen fühlen.



Nr. 8: Onboarding optimieren


Viele Unternehmen unterschätzen die Wirkung, die das Onboarding auf ihre neuen Mitarbeiter hat. Es ist nicht der erste Eindruck im Allgemeinen, er ist es aber in Bezug auf den zukünftigen Arbeitsalltag und der erste Eindruck ist bekannterweise nur schwer wieder zu ändern.


Ein gutes Onboarding zeichnet sich dadurch aus, dass der zukünftige Mitarbeiter

  • weiß, wie seine Einarbeitung abläuft

  • sein gesamtes Arbeitsumfeld kennenlernt

  • seine Aufgaben mit ausreichend Zeit und Konzentration lernen kann

  • seine Rolle im Big Picture versteht

  • ihm für ihn wichtige Ansprechpartner vorgestellt werden

  • weiß, an wen er sich mit seinen Fragen wenden kann

  • Unterlagen mit Abläufen, Formularen, Kontaktdaten, Zuständigkeiten, Organigramm etv. ausgehändigt bekommt

  • eine Atmosphäre des Lernen erlebt

Ein mangelhaftes Onboarding ist nur schwer wieder wettzumachen, daher solltet ihr euch hier lieber von Anfang an sehr viel Mühe geben.



Nr. 9: Offboarding optimieren


Das Offboarding kommt einem nun wirklich nicht als erstes in den Sinn, wenn man an Employer Branding Maßnahmen denkt. Doch ein sauberer, angenehmer Austritt aus dem Unternehmen hat viele Vorteile für beide Seiten.


Egal ob Arbeitgeberwechsel, Kündigung eurerseits oder der Renteneintritt, ein Exit Management sorgt unter anderem für eine geordnete Übergabe, die Wahrung des Datenschutzes und die Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten.


Dazu haben positive und negative Austritte eine Wirkung auf euer bestehendes Personal, denn diese kriegen meistens viel von ihren ehemaligen Kollegen mit. Und auch im Bekanntenkreis werden vor allem alles weitergetragen, was weniger gut gelaufen ist.


Ein gutes Offboarding ist nicht nur auf die Bedürfnisse des Unternehmens, sondern auch auf die des austretenden Mitarbeiters ausgerichtet.

Auch um für Wiederkehrer - z.B. nach längerer Krankheit, Mutterschutz, Elternzeit oder einem Sabbatical - attraktiv zu bleiben, solltet ihr Wert auf ein grandioses Offboarding legen.


Für den Mitarbeiter könnt ihr den Exit angenehmer gestalten, wenn ihr von euch aus zeitnah die Kommunikation des Austritts, die Erstellung des Arbeitszeugnis und den Resturlaub mit ihm klärt. Außerdem könnt ihr ihn nach Feedback fragen, wodurch ihr seine Meinungen und Erfahrungen ein letztes Mal wertschätzen könnt.



Nr. 10: Erstellt eine ganzheitliche Strategie


Wenn du dein Employer Branding auf ein neues Level heben möchtest, dann hast du mit diesen Maßnahmen schon ein paar gute Anhaltspunkte. Im empfehle dir allerdings, als erstes eine ganzheitliche Emplyoer Branding Strategie zu entwickeln.


Einzelne Aktionen können bereits große Wirkungen haben, doch nur mit einem Soll-Ist-Vergleich kömnnt ihr ein Konzept erschaffen, dass euch langristig als attraktiven Arbeitgeber präsentiert.


Wie ihr eine eigene Employer Branding Strategie entwickeln könnt, zeige ich euch im Artikel So entwickelst du eine eigene Employer Branding Strategie - in 6 Schritten.




Fazit: 10 Maßnahmen für dein Employer Branding

  1. Verantwortliche benennen

  2. Unique Selling Point bzw. Unique Employment Proposition herausarbeiten

  3. Überarbeitung der Landingpage und Stellenanzeigen

  4. Überarbeitung der Benefits

  5. Erstellen bzw. Überprüfung von Social Media Accounts

  6. Optimierung des Recruitingprozesses

  7. Diversity Management

  8. Onboarding optimieren

  9. Offboarding optimieren

  10. Erstelle eine ganzheitliche Strategie

Das waren meine 10 Maßnahmen für dein Employer Branding, mit denen ihr sofort starten könnt.


Welche setzt ihr bereits um? Welche stehen ab heute auf eurer To Do Liste?

Wir freuen uns über eure Meinungen und Erfahrungen in den Kommentaren!


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